Samstag, 24. Januar 2015

Darmkrebs / Krebs und Schwerbehindertenrecht

 Darmkrebs / Krebs und Schwerbehindertenrecht

Nach landläufiger Meinung gilt als schwerbehindert, wer im Rollstuhl sitzt oder unter einer geistigen Behinderung leidet. Tatsächlich liegt eine Schwerbehinderung jedoch – zumindest im juristischen Sinne – auch bei zahlreichen anderen psychischen oder physischen Funktionsbeeinträchtigungen vor, unter anderem bei Darmkrebs. Da vielen Betroffenen dieser rechtliche Aspekt ihrer Erkrankung nicht bewusst ist, erscheinen ein paar Informationen zu diesem Thema angebracht. 
Allgemeine Informationen 
Juristischer Dreh- und Angelpunkt des Schwerbehindertenrechts ist das neunte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX), das sich mit der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen am sozialen und wirtschaftlichen Leben befasst.

Insbesondere Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 (näheres hierzu weiter unten) stehen danach unter besonderem gesetzlichen Schutz. Sie genießen beispielsweise einen besonderen Kündigungsschutzes im Arbeitsrecht und haben Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub (in der Regel fünf Arbeitstage im Jahr). Zur Sicherung eines angemessenen Platzes im Arbeitsleben können im Einzelfall neben berufsfördernden Rehabilitationsleistungen auch besondere Hilfen für Schwerbehinderte notwendig sein (z.
 B. die behinderungsgerechte Umrüstung einer Maschine), wofür besondere Geldleistungen der Bundesagentur für Arbeit sowie der Hauptfürsorgestellen vorgesehen sind. Ferner haben Schwerbehinderte – je nach Art ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung – auch Anspruch auf einen sogenannten „Nachteilsausgleich“, z. B. in Form von Steuererleichterungen (Behinderten-Pauschbetrag), unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr, Vergünstigungen bei der Kraftfahrzeugsteuer, Parkerleichterungen und die Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht.

Zum Nachweis der Schwerbehinderteneigenschaft wird von den örtlichen Versorgungsämtern auf Antrag ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. In diesen werden ggf. auch sogenannte Merkzeichen eingetragen, die einen Anspruch auf bestimmte Nachteilsausgleiche verbriefen. Detaillierte Informationen zum Antragsverfahren und den einzelnen Merkzeichen erhält man über die örtlichen Versorgungsämter.
Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mindestens 30 können Schwerbehinderten gleichgestellt werden, wenn sie ohne die Gleichstellung keinen Arbeitsplatz erhalten oder ihren jetzigen Arbeitsplatz nicht behalten können. Über die Gleichstellung entscheidet die Agentur für Arbeit. Gleichgestellte können für die Eingliederung in das Arbeitsleben die gleichen Hilfen in Anspruch nehmen wie Schwerbehinderte. Ausgeschlossen sind jedoch Zusatzurlaub und unentgeltliche Beförderung.
Ein Großteil der Streitfälle aus dem Schwerbehindertenrecht kreist um die Frage, wie hoch der Grad der Behinderung im Einzelfall ist, bzw. ob einem Schwerbehinderten (infolgedessen) ein bestimmter Nachteilsausgleich zusteht oder nicht.

Grad der Behinderung (GdB) und Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE)
Von dem Grad der Behinderung (GdB) ist die ebenfalls in Gradzahlen zu bemessende sogenannte Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) zu unterscheiden. MdE ist ein Terminus aus der gesetzlichen Rentenversicherung und hat Bedeutung für einen Anspruch auf Berufsunfähigkeits-, bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente. MdE und GdB werden zwar nach den gleichen Grundsätzen bemessen; sie unterscheiden sich jedoch dadurch, dass die MdE kausal (auf die Folgen einer bestimmten Schädigung bezogen) und der GdB final (auf alle Gesundheitsstörungen unabhängig von ihrer Ursache bezogen) zu verstehen ist. Beide Begriffe haben die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkung im allgemeinen Erwerbsleben zum Inhalt. Mit anderen Worten: MdE und GdB sind ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens.

Zu beachten ist:

Aus dem GdB/MdE-Grad ist nicht auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit zu schließen. GdB und MdE sind grundsätzlich unabhängig vom ausgeübten oder angestrebten Beruf zu beurteilen, es sei denn, dass bei Begutachtungen im sozialen Entschädigungsrecht ein besonderes berufliches Betroffensein berücksichtigt werden muss.

Die Anerkennung von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit durch einen Rentenversicherungsträger, bzw. die Feststellung einer Dienst- oder Arbeitsunfähigkeit erlauben keine Rückschlüsse auf den GdB/MdE-Grad, wie umgekehrt aus dem GdB/MdE-Grad nicht ohne weiteres auf bestimmte Leistungsvoraussetzungen in anderen Rechtsgebieten geschlossen werden kann.

Grundsätzliches zur Bemessung eines GdB/MdE-Grades
GdB und MdE setzen stets eine regelwidrige Abweichung des körperlichen und seelischen (Funktions-) Zustandes von dem für das jeweilige Lebensalter typischen Zustand voraus. Altersbedingte physiologische Veränderungen sind daher bei der GdB/MdE-Beurteilung nicht zu berücksichtigen. Als solche Veränderungen sind die körperlichen und psychischen Leistungseinschränkungen anzusehen, die sich im Alter regelhaft entwickeln, d. h. für das Alter nach ihrer Art und ihrem Umfang typisch sind. Hierzu gehören zum Beispiel:
  • die allgemeine altersbedingte Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit (weniger Kraft, Ausdauer, Belastbarkeit),
  •  die allgemeine Verminderung der Leistungsbreite des Herzens und der Lungen durch physiologische Gewebealterung,
  •  eine leichte Verminderung der Beweglichkeit der Gliedmaßen und der Wirbelsäule,
  • das Nachlassen von Libido oder Potenz,
  • das altersentsprechende Nachlassen des Gedächtnisses, der geistigen Beweglichkeit und der seelischen Belastbarkeit 
sowie
  • die altersspezifischen Einschränkungen der Seh- und Hörfähigkeit.
Demgegenüber sind pathologische Veränderungen, d. h. Gesundheitsstörungen, die nicht regelmäßig und nicht nur im Alter beobachtet werden können (z. B. Geschwülste; stärkere, nicht als altersentsprechend beurteilbare Bewegungseinschränkungen durch Arthrosen oder über das Alterstypische wesentlich hinausgehende hirnorganische Abbauerscheinungen) bei der MdE/GdB-Beurteilung zu berücksichtigen. Dies gilt auch dann, wenn sie erstmalig im höheren Alter auftreten oder als „Alterskrankheiten" (z. B. "Altersdiabetes", "Alters-Star") bezeichnet werden.


Bemessung eines MdE/GdB-Grades im Einzelfall
Der GdB wird in Zehnergraden, die MdE in einem bestimmten Vom-Hundert-Satz ausgedrückt. Dies erklärt sich daraus, dass GdB und MdE ihrer Natur nach nicht präzise, sondern stets nur annähernd bestimmt werden können. Eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung von GdB und MdE spielt die sogenannte GdB/MdE-Tabelle. Diese ist Bestandteil der „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht“ (AHP) und beinhaltet zahlreiche Krankheitsbilder bzw. Funktionsstörungen mit entsprechend zugeordneten GdB/-MdE-Werten.
Die AHP sind auszugsweise online abrufbar unter

http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/nr/26/26.13.htm

Bezüglich Prostatakrebs heißt es unter Punkt 26.13. der AHP:

Prostataadenom

Der GdB/MdE-Grad richtet sich nach den Harnentleerungsstörungen und der Rückwirkung auf die Nierenfunktion.

Nach Entfernung eines malignen Prostatatumors ist eine Heilungsbewährung abzuwarten.
GdB/MdE-Grad während einer Heilungsbewährung von zwei Jahren
-  nach Entfernung im Stadium T1a NO MO (Grading G 1)    …………….………….......    50

GdB/MdE-Grad während einer Heilungsbewährung von fünf Jahren
-  nach Entfernung in den Stadien T1a (Grading ab G 2) T1b-2 NO MO    ….…....…….    50
-  nach Entfernung in anderen Stadien    ………………………...………..    wenigstens     80
Maligner Prostatatumor
-  ohne Notwendigkeit einer Behandlung  ……..………………………..…………………..    50
-  auf Dauer hormonbehandelt     …………………………………………...    wenigstens     60


Berücksichtigung von Schmerzen und seelischen Begleiterscheinungen
Bei der GdB/MdE-Beurteilung sind auch seelische Begleiterscheinungen und Schmerzen zu berücksichtigen. Dabei sind übliche seelische Begleiterscheinungen (z. B. Entstellung des Gesichts, Verlust der weiblichen Brust) in den Graduierungen der GdB/MdE-Tabelle bereits mit enthalten. Gehen seelische Begleiterscheinungen jedoch erheblich über die dem Ausmaß der organischen Veränderungen entsprechenden „normalen“ seelischen Begleiterscheinungen hinaus, so ist eine höhere GdB/MdE-Bewertung vorzunehmen. Außergewöhnliche seelische Begleiterscheinungen in diesem Sinne sind in der Regel aber erst dann anzunehmen, wenn anhaltende psychoreaktive Störungen in einer solchen Ausprägung vorliegen, dass eine spezielle ärztliche Behandlung dieser Störungen – insbesondere eine Psychotherapie – erforderlich ist.

Ähnliches gilt für die Berücksichtigung von Schmerzen. Die in der GdB/MdE-Tabelle an-gegebenen Werte schließen die üblicherweise vorhandenen Schmerzen bereits mit ein und berücksichtigen auch erfahrungsgemäß besonders schmerzhafte Zustände. In den Fällen, in denen nach dem Sitz und dem Ausmaß der pathologischen Veränderungen eine über das übliche Maß hinausgehende 
– und eine spezielle ärztliche Behandlung erfordernde – Schmerzhaftigkeit anzunehmen ist, können höhere Werte angenommen werden. Dies gilt insbesondere bei Kausalgien und bei stark ausgeprägten Stumpfbeschwerden nach Amputationen (Stumpfnervenschmerzen, Phantomschmerzen); ein Phantomgefühl allein bedingt keine zusätzliche GdB/MdE-Bewertung.


Mehrere Funktionsstörungen und Gesamt-GdB/MdE

Liegen bei einer Person mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vor, ist ein sogenannter „Gesamt-GdB/MdE-Grad“ zu bilden. In § 69 Absatz 3 SGB IX heißt es hierzu: „Liegen mehrere Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, so wird der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt. […]“

Zu der Art und Weise, wie ein derartiger Gesamt-GdB/MdE-Grad zu ermitteln ist, heißt es unter Punkt 19 der AHP:

(1) Liegen mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vor, so sind zwar […] Einzel-GdB/MdE-Grade anzugeben; bei der Ermittlung des Gesamt-GdB/MdE-Grades durch alle Funktionsbeeinträchtigungen dürfen jedoch die einzelnen Werte nicht addiert werden. Auch andere Rechenmethoden sind für die Bildung eines Gesamt-GdB/MdE-Grades ungeeignet. Maßgebend sind die Auswirkungen der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen zueinander.

(2) Bei der Gesamtwürdigung der verschiedenen Funktionsbeeinträchtigungen sind unter Berücksichtigung aller sozialmedizinischen Erfahrungen Vergleiche mit Gesundheitsschäden anzustellen, zu denen in der Tabelle feste GdB/MdE Werte angegeben sind. […]

(3) Bei der Beurteilung des Gesamt-GdB/MdE-Grades ist in der Regel von der Funktionsbeeinträchtigung auszugehen, die den höchsten Einzel-GdB/MdE-Grad bedingt, und dann im Hinblick auf alle weiteren Funktionsbeeinträchtigungen zu prüfen, ob und inwieweit hierdurch das Ausmaß der Behinderung größer wird, ob also wegen der weiteren Funktionsbeeinträchtigungen dem ersten GdB/MdE-Grad 10 oder 20 oder mehr Punkte hinzuzufügen sind, um der Behinderung insgesamt gerecht zu werden. […]

(4) Von Ausnahmefällen (z.
 B. hochgradige Schwerhörigkeit eines Ohres bei schwerer beidseitiger Einschränkung der Sehfähigkeit) abgesehen, führen zusätzliche leichte Gesundheitsstörungen, die nur einen GdB/MdE-Grad von 10 bedingen, nicht zu einer Zunahme des Ausmaßes der Gesamtbeeinträchtigung, die bei der Gesamtbeurteilung berücksichtigt werden könnte, auch dann nicht, wenn mehrere derartige leichte Gesundheitsstörungen nebeneinander bestehen. Auch bei leichten Funktionsbeeinträchtigungen mit einem GdB/MdE- Grad von 20 ist es vielfach nicht gerechtfertigt, auf eine wesentliche Zunahme des Ausmaßes der Behinderung zu schließen.

Geltungsdauer einer GdB/MdE-Feststellung
GdB und MdE setzen eine nicht nur vorübergehende Gesundheitsstörung voraus, sondern eine, die sich über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erstreckt. Dementsprechend ist bei abklingenden Gesundheitsstörungen der Wert festzusetzen, der dem über sechs Monate hinaus verbliebenen – oder voraussichtlich verbleibenden – Schaden entspricht.
Schwankungen im Gesundheitszustand bei längerem Leidensverlauf wird mit einem Durchschnittswert Rechnung getragen. Das bedeutet: Wenn bei einem Leiden – über einen Zeitraum von sechs Monaten nach Krankheitsbeginn hinaus – der Verlauf durch sich wiederholende Besserungen und Verschlechterungen des Gesundheitszustandes geprägt ist (Beispiele: Magengeschwürsleiden, chronische Bronchitis, Hautkrankheiten, Anfallsleiden), dann können die zeitweiligen Verschlechterungen im Hinblick auf die dann anhaltenden Auswirkungen auf die gesamte Lebensführung nicht als vorübergehende Gesundheitsstörungen betrachtet werden. Dementsprechend muss in solchen Fällen bei der GdB/MdE-Beurteilung von dem „durchschnittlichen" Ausmaß der Beeinträchtigung ausgegangen werden. 
Stirbt ein Antragsteller innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt einer Gesundheitsstörung, so ist für diese Gesundheitsstörung der GdB/MdE-Grad anzusetzen, der nach ärztlicher Erfahrung nach Ablauf von sechs Monaten nach Eintritt der Gesundheitsstörung zu erwarten gewesen wäre. Fallen Eintritt der Gesundheitsstörung und Tod jedoch zusammen, kann ein GdB/MdE-Wert nicht angenommen werden. Eintritt der Gesundheitsstörung und Tod fallen nicht nur zusammen, wenn beide Ereignisse im selben Augenblick eintreten. Dies ist vielmehr auch dann der Fall, wenn die Gesundheitsstörung in so rascher Entwicklung zum Tode führt, dass bei natürlicher Betrachtungsweise Eintritt der Gesundheitsstörung und Tod einen einheitlichen Vorgang darstellen.

Gesundheitsstörungen, die erst in der Zukunft zu erwarten sind, sind bei der GdB/MdE-Beurteilung nicht zu berücksichtigen. Die Notwendigkeit des Abwartens einer Heilungsbewährung bei Gesundheitsstörungen, die zu Rezidiven neigen, stellt eine andere Situation dar; während der Zeit des Abwartens einer Heilungsbewährung ist ein höherer GdB/MdE-Wert, als er sich aus dem festgestellten Schaden ergibt, gerechtfertigt.

Weiterführende Links
Weitere Informationen zum Thema „Schwerbehinderung“ und „GdB“ finden sich im Internet, beispielsweise unter

Seminar am 19.02.2015 in Oberhausen: Ältere Menschen und Anästhesie


Ältere Menschen und Anästhesie

Eine Operation im Dämmerschlaf ist immer mit einer Ausnahmesituation für den Körper verbunden. Hier gilt es, die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen zu beachten und die Belastung so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise leidet laut Schätzungen rund jeder zweite Operierte über 60 Jahren nach der Vollnarkose unter dem sogenannten postoperativen Delir oder auch Durchgangssyndrom. So bezeichnen Mediziner mehr oder weniger stark ausgeprägte Verwirrtheitszustände, die unterschiedlich lang anhalten können. Wie eine sichere und damit schonendere Narkose diese Nebenwirkung verhindern kann, darüber spricht am 19. Februar um 17:30 Uhr Dr. med. Dirk Müller, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie der HELIOS St. Elisabeth Klinik. Im Anschluss steht der Experte für weitere Fragen zur Verfügung. Treffpunkt ist die Cafeteria im Erdgeschoss der Klinik, Josefstr. 3. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen unter 0208 - 8508 0.

Seminar in Oberhausen am 5.2.2015: Neues zum weißen Hautkrebs


Neues zum weißen Hautkrebs

Auch wenn die Bezeichnung „weißer Hautkrebs“ harmloser klingt als „schwarzer Hautkrebs“, sollte man die Hauterkrankung nicht unterschätzen. Denn obwohl er nur selten Metastasen bildet – unentdeckt kann auch die weiße Hautkrebsart große Schäden anrichten. Je früher er behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Häufig betroffen sind Körperregionen, die UV-Strahlung ausgesetzt sind, wie die Schläfen oder Nase. Erstes Anzeichen können ein roter Fleck oder raue, schuppige Hautstellen sein. Wie man weißen Hautkrebs diagnostiziert und behandelt, darüber spricht am 5. Februar um 17:30 Uhr Dr. med. Julia Kirschke, Oberärztin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der HELIOS St. Elisabeth Klinik. Im Anschluss steht die Expertin für weitere Fragen zur Verfügung. Treffpunkt ist die Cafeteria im Erdgeschoss der Klinik, Josefstr. 3. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter 0208 - 8508 8001.

Chefarzt der HELIOS St. Elisabeth Klinik erhält Professur

Die Universität Witten/Herdecke hat den Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie der HELIOS St. Elisabeth Klinik, Privatdozent Dr. Mike Ralf Langenbach, zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Bereits seit 2009 ist Prof. Dr. Langenbach am Lehrstuhl „Chirurgie II“ der Universität Witten/Herdecke tätig, jetzt erhielt er den Professoren-Titel. „Die Chirurgie ist ein sehr verantwortungsreicher Teilbereich der Medizin, in dem wir ständig auf der Suche nach talentierten, gut ausgebildeten Nachwuchskräften sind. Durch mein Engagement an der Universität kann ich dazu einen Beitrag leisten“, erklärt Langenbach, der sich sehr über die Ernennung zum Professor freut.
In verschiedenen Vorlesungen bringt Langenbach seinen Studenten Themen wie die Hernienchirurgie oder die Behandlung eines akuten Bauchs näher. Seine Fachabteilung ermöglicht den Hochschülern außerdem, die beiden Praktikumsblöcke, die Bestandteil des Lehrplans sind, in der HELIOS Klinik zu absolvieren. „Statt im Hörsaal werden die Lehrinhalte am Patientenbett, auf der Station oder in der Ambulanz vermittelt. Auch im Kurs ‚Einführung in die operative Medizin‘ erhalten die Studenten bei uns Einblicke in die Berufspraxis der Chirurgie“, erläutert Prof. Langenbach seine Lehrtätigkeit. Er betreut außerdem Doktoranden und nimmt am HELIOS Klinikum Wuppertal Examensprüfungen ab.

Um die Anforderungen einer Professur zu erfüllen, muss zudem ein bestimmtes Maß an wissenschaftlicher Forschung erfüllt sein. Das Steckenpferd von Prof. Langenbach ist die Versorgungsforschung „da sie zu relevanten Ergebnissen für die Praxis führt, von denen am Ende der Patient profitiert“, so der Chefarzt. Im letzten Jahr wurde der gebürtige Wuppertaler für eine Studie zum Sinn und Zweck blutstillender Tamponaden nach Hämorrhoiden-Operationen mit dem Jens J. Kirsch-Preis der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie ausgezeichnet.
Seit 2009 ist Prof. Langenbach Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Koloproktologie der HELIOS St. Elisabeth Klinik. Schwerpunkt seiner Fachabteilung ist neben der minimal-invasiven Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“) die Koloproktologie, die sich mit der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Enddarms, Analkanals sowie rund um den Anus befasst. Darüber hinaus ist Prof. Langenbach medizinischer Leiter des Darmzentrums Oberhausen und des Zentrums für Interdisziplinäre Adipositasbehandlung.

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 110 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 49 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, elf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,2 Millionen Patienten, davon mehr als 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 69.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2013 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:

Corinna Saccaro
Unternehmenskommunikation
HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen
Telefon: 0208 8508 – 2004 (donnerstags)
            0203 546-2278  
E-Mail: corinna.saccaro@helios-kliniken.de

27.1.2015 Gastvortrag "Sport und Krebs" an der Hochschule Hamm-Lippstadt

Gastvortrag "Sport und Krebs" an der Hochschule Hamm-Lippstadt


Wie Tumorpatientinnen und –patienten bereits während einer Krebstherapie von Fitnesstraining profitieren können, klärt am Dienstag, 27. Januar um 18 Uhr ein Gastvortrag an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Prof. Dr. Holger Krakowski-Roosen, Professor für Angewandte Sportwissenschaften an der Hochschule Hamm-Lippstadt, lädt zu diesem ersten öffentlichen Gastvortrag im Themenbereich "Sport und Krebs", einem neuen Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Hamm-Lippstadt, ein. Gastredner ist Oliver Klassen, Doktorand am Institut für Sportwissenschaften der Universität Heidelberg und wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen. Der Titel seines Fachvortrags lautet: "Kardiorespiratorische und muskuläre Fitness bei Brustkrebspatienten unter adjuvanter Therapie - Konsequenzen für ein Training". Der Eintritt zu der Veranstaltung, die im Hörsaalgebäude H 1.1 im Hörsaal HAM 2 stattfindet, ist frei.
Der Vortrag des diplomierten Sportwissenschaftlers und Sporttherapeuten Oliver Klassen richtet sich an Patientinnen und Patienten und deren Angehörige, Ärztinnen und Ärzte, Fachärztinnen und Fachärzte sowie Fachpersonal der medizinischen Versorgung von Tumorerkrankten, Studierende der Fachrichtungen Medizin, Sportwissenschaften, Biomedizintechnik sowie Sport- und Gesundheitstechnik.
Im Anschluss an den Vortrag steht den Zuhörerinnen und Zuhörern ausreichend Zeit für persönliche Fragen an den Referenten zur Verfügung. In Zukunft sind neben weiteren Fachvorträgen zu diesem Thema ebenfalls ein spezifisches Sport- und Trainingsangebot für Tumorpatientinnen und -patienten in Planung. Auch in seiner zukünftigen wissenschaftlichen Arbeit wird sich Prof. Krakowski-Roosen diesem Thema widmen.
Gerne steht Prof. Krakowski-Roosen auch für ein Interview zu seinem Lehr- und Forschungsgebiet zur Verfügung. Terminvereinbarung und Kontakt bitte via Frau Johanna Bömken, Tel. 02381-8789-113,.
Über die Hochschule Hamm-Lippstadt:
Mit der Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, eine neue staatliche Fachhochschule in Hamm und Lippstadt aufzubauen, wurde 2009 der Grundstein für eine Hochschule neuen Profils gelegt. Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld und Vizepräsident Karl-Heinz Sandknop haben gemeinsam mit ihrem Team praxiserfahrener Professorinnen und Professoren ein innovatives Studienangebot im Bereich der Ingenieurswissenschaften entwickelt.
Aktuell sind knapp 3.300 Studierende in zehn Bachelor- sowie drei Masterstudiengängen eingeschrieben. Im Jahr 2015 kommen weitere vier Bachelor- und zwei Masterstudiengänge hinzu. Besonderen Wert legt die Hochschule auf interdisziplinäre Ausrichtung, Marktorientierung und hohen Praxisbezug in der Lehre. In den nächsten Jahren wird sich das Studienangebot weiterentwickeln und aktuelle wie zukünftige Fragestellungen aufgreifen. Mit den 2014 bezogenen Neubauten in Hamm und Lippstadt bietet die Hochschule modernste Gebäude und Einrichtungen und damit ideale Bedingungen für die Ausbildung kreativer Ingenieurinnen und Ingenieure. Der Doppel-Campus bietet Raum für insgesamt ca. 4.000 Studierende.


Informationsveranstaltung:

Termin:          27.1.2015
Zeitpunkt:      18 Uhr
Hörsaal HAM 2 im Hörsaalgebäude H1.1
Hochschule - Hamm-Lippstadt

Eintritt: Frei
Anschliessend steht der Referent für persönliche Fragen zur Verfügung.
Weblinks dazu:

Broschüre Spot und Krebs der Krebshilfe 
Informationen im Onko-Internetportal
Informationen, Vorträge als PDF Datei aus dem Symposium Sport und Krebs  2014 



Freitag, 23. Januar 2015

Kosmetikseminar für Krebspatientinnen am 3.2.15 in Hamm

Termin: 3.Februar
Uhrzeit: 15 Uhr
St.Barbara Klinik Hamm - Heessen
Anmeldung bei Frau Helena Wiens unter Vorwahl Hamm 812390
Maximal 10 Teilnehmerinnen

Informationsabend über Sterbehilfe in Dortmund

Referent:
Dr.Peter Ritter
Chefarzt für Onkologi und Palliativmedizin

Termin: 28.1.2015
Ort: Knappschaftskrankenhaus Dortmund
Uhrzeit: 18 Uhr

Mit anschliessender Fragestunde.

Sonntag, 18. Januar 2015

Aufklärung durch das Darmkrebs-Informationsmobil !

40%-tige Todesfallrate bei Darmkrebs !

40 % aller operierten Patienten sterben innerhalb der ersten 5 Jahre nach einer Operation !

Das muss nicht sein !

Da die in Deutschland (in Düsseldorf leben z.B. 22 % Migranten) lebenden Migranten nach unseren Feststellungen die allgemein angebotenen Patienteninformationsveranstaltungen zum Thema Krebs von sich aus nur schlecht annehmen werden wir mit dem von uns geplanten Aufklärungsfahrzeug zu Ihnen fahren und die Aufklärung vor Ort anbieten.

                                              
Das Fahrzeug ist komplett ausgestattet mit

3 Videosystemen, mehrsprachigem Informationsmaterial und DVDs zur Patienteninformation.
Je 1 Monitor befindet sich an der Aussenwand des Fahrzeugs, ein Monitor befindet sich im Innenraum. Bei Veranstaltungen kann so z.B. auf einem Monitor der Patienteninformationsfilm „Darmkrebs“ gezeigt werden, auf dem anderen Monitor der Patienteninformationsfilm „Chemotherapie“, während im Innenraum des Fahrzeugs vielleicht eine individuelle Beratung durch einen anwesenden Arzt erfolgt, wobei ebenfalls Filme und Bildmaterial gezeigt werden können.
Das Fahrzeug wird einerseits von uns überregional zur Patientenaufklärung eingesetzt, z.B. an Wochenenden in Fussgängerzonen oder auch auf Messeveranstaltungen, kann andererseits aber auch z.B. von Vereinen oder Institutionen gebucht werden. Hierfür enstehen keine Kosten. Der Betrieb wird durch Spendenmittel finanziert.

Projektinhalt:
Anschaffung des Fahrzeugs
Ausstattung mit der Informationstechnik
Betriebskosten für 2 Jahre (Versicherung, Steuern, Dieselkosten ( ca. 80 Wochenendeinsätze mit durchschnittlich 500 km Fahrtstrecke = 40 000 km = Dieselkosten in Höhe von ca. ??))
Am Einsatzort wird das Fahrzeug von ehrenamtlichen Mitarbeitern (z.B. Ärzte, Medizinstudenten, örtliche Selbsthilfegruppenleiter) betreut.

Das Projekt „Darmkrebs-Mobil“ ist auf vorerst auf 2 Jahre kalkuliert und verursacht ca. 100 000 EURO Kosten. Ihre Spende kommt nach Abzug der Verwaltungskosten ausschliesslich diesem Projekt zugute.


Darmkrebs ist sogar vermeidbar.

Was viele, insbesondere unsere Migranten nicht wissen: 

Ab 50 Jahren haben alle GKV versicherte Anspruch auf Beratungen und Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs. Der Darmkrebs wächst sehr langsam über Jahre hinweg und unbemerkt, ohne dass der Betroffene etwas davon merkt. Treten irgendwann doch Beschwerden auf, ist der Darmkrebs meist schon fortgeschritten. Dabei nimmt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zu und Männer sind hier deutlich gefährdeter als Frauen. Für Menschen ab 50 Jahren gibt es deshalb ein Früherkennungsprogramm. Neben Beratungsgesprächen mit dem Arzt gehört dazu der Stuhltest und die Darmspiegelung.  .(Koloskopie)  Darmspiegelung Ab 55 Jahren zur kostenlosen präventiven Darmspiegelung !

Die Darmspiegelung ist die wichtigste und wirksamste Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge. Mit ihr lassen sich auch bereits eventuelle Krebsvorstufen (Darmpolypen) erkennen und sicher entfernen. Und so geht es: Der Arzt führt einen dünnen biegsamen Schlauch (Koloskop)  in den After ein. Am Ende des Koloskops sitzt eine Minikamera, mit der der Darm untersucht wird. Bei diesem Vorgang lassen sich durch das Koloskop auch kleinere Darmpolypen entfernen, auch Gewebeproben entnehmen, die dann im Labor untersucht werden. Patienten können für die ca. 30 Minuten dauernde Untersuchung eine leichte Sedierung (Betäubung) erhalten, so dass sie kaum etwas spüren.
Bei negativem Untersuchungsergebnis:
Zehn Jahre später sollte erneut eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Bei positivem Untersuchungsergebnis:
Einleitung der notwendigen Behandlung.

Patienteninformationsservice:

Für betroffene Patienten bieten wir Informationen, Beratung und Hilfe bei Darmkrebs in unseren Selbsthilfegruppen an.


Besuchen Sie eine  unserer Gruppen und lassen sich in ihrer Muttersprache informieren. Die Gruppentermine erfahren Sie im Internet unter
www.darmkrebs-liga.org
Wenn es in Ihrer Stadt noch keine Gruppe gibt helfen wir ihnen bei der Organisation einer Ortsgruppe.

Operieren ?
Ja oder Nein ?
Künstlicher Darmausgang ?
Ja oder Nein ?
Chemotherapie ?
Ja oder Nein ?

Informieren Sie sich in unseren Informations - veranstaltungen

Wir bieten Film- DVDs und Broschüren zu den folgenden Themen:

Darmkrebs
Strahlentherapie
Hilfen für Angehörige
Ihr Krebsrisiko
Sind Sie gefährdet ?

Flyer, Broschüren und Bücher
zum Thema Darmkrebs in verschiedenen Sprachen, z.B. türkisch und russisch.















































 




 

















































































































 
 























Wir danken unseren Mitgliedern und Sponsoren für die Unterstützung unserer Aktion.
Multikulturelle Selbsthilfegruppe Darmkrebs-Liga e.V. 45899 Gelsenkirchen  PF

Einladung zum monatlichen Stoma-Treff in Aachen am 28.1.15


Termin: 28.1.2015 um 18 Uhr
Wo: Im „Louisiana“, Friedrich-Wilhelm-Platz 4-6 (In der Elisengalerie), 52062 Aachen (www.louisiana-aachen.de)
Wann: immer am letzten Mittwoch des Monats ab 18 Uhr

Mehr Informationen: Stoma-Welt

Samstag, 17. Januar 2015

Reha nach Krebs

Was zur sozialen Rehabilitation gehört, hängt von der individuellen Situation Betroffener ab. Sie hat zum Ziel, einen normalen Alltag und eine möglichst uneingeschränkte Teilnahme am gewohnten Leben zu ermöglichen.  
Unter der beruflichen Rehabilitation verstehen Fachleute alle Maßnahmen, die Krebspatienten die Rückkehr an den Arbeitsplatz erleichtern und eine ungewollte Verrentung vermeiden. Berufstätige Krebspatienten können zum Beispiel häufig eine Zeitlang nur stundenweise arbeiten, statt gleich wieder voll einzusteigen. Auch die Anerkennung einer Schwerbehinderung ist möglich.

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/rehabilitation-nach-krebs.php
www.darmkrebs-Liga.org

Krebsmedizin: Lexikon wichtiger Fachbegriffe und Abkürzungen

Die Krebsmedizin ist voll von Abkürzungen, Fremdwörtern und Fachbegriffen - Betroffene begegnen ihnen im Arztgespräch, in Befundberichten, in den Medien oder auch bei der Informationssuche im Internet. Ohne zu verstehen, was die einzelnen Fachbegriffe bedeuten, ist es schwer, Diagnosen oder Behandlungsvorschläge einzuordnen und für sich zu bewerten. Mit dem vorliegenden Lexikon der Fachbegriffe möchte der Krebsinformationsdienst Interessierten eine Hilfestellung geben und Patienten und Angehörigen die Kommunikation mit Ärzten und Betreuern erleichtern.

www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/lexikon/index.php

www.Darmkrebs-Liga.org

Informationsveranstaltung zum Schwerbehindertenrecht in NRW

Informationsveranstaltung zum Schwerbehindertenrecht in NRW

Der Verein Darmkrebs-Liga e.V. plant für 2015 eine landesweite Serie von Patienteninformationsveranstaltungen zum Thema Schwerbehindertenrecht.

Hierfür wird je LG – Bezirk ein Fachanwalt Sozialrecht als Referent gesucht.Bei Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit bitten wir um Kontaktaufnahme unter
darmkrebs-liga@gmx.de.
Für die Suchmaschinen:
Selbsthilfegruppe für Darmkrebs Erkrankte; Informationen zur Diagnose, Behandlung,Operation,Nachsorge,Familienhilfe für Angehörige, colon cancer-league “Hayatınız için tek bir an!” Support group for cancer sufferers,مجموعة دعم لمرضى السرطان,Support group for cancer sufferers, Grupo de apoyo para los enfermos de cáncer,Группа поддержки для раковых больных, Támogató csoport rákbetegek információkat diagnózis, kezelés, műtét, utógondozás, családsegítés tagok
Multikulturelle Selbsthilfegruppe Darmkrebs-Liga e.V.
45883 Gelsenkirchen

Donnerstag, 15. Januar 2015

Darmkrebsvorsorge in der Praxis für ganzheitliche Medizin in Dortmund

Praxis für ganzheitliche Medizin


Früherkennung statt Verdrängung

Vorsorge ist heutzutage für uns alle selbstverständlich. Wir sichern uns mit Alters-, Hausrat- und Haftpflichtversicherungen gegen hohe finanzielle Risiken im Ernstfall ab und bringen unser Auto regelmäßig zur Inspektion, um es auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. So schützen wir uns vor bösen Überraschungen.

Mal ehrlich? Wann waren Sie zur letzten vorsorglichen Gesundheitsuntersuchung, dem sog. Check-up ?

Hochsensitive und spezifische Darmkrebsvorsorge ohne Nachweis von "Blut im Stuhl"

Darmkrebs ist mit einer der häufigsten Krebs-Erkrankungen in der westlichen Welt, von der allein in Deutschland pro Jahr rund 66.000 Menschen betroffen sind und von denen 29.000 sterben. Dabei sind die Heilungschancen bei rechtzeitiger Diagnose nahezu 100 Prozent.
Ab dem 60. Lebensjahr lassen sich gutartige Vorstufen des Darmkrebses bei jedem dritten Menschen nachweisen. Dazu gibt es ein neues Verfahren, den M2-PK™ Stuhltest, der wesentlich empfindlicher ist als die bisherigen nicht invasiven Früherkennungsmethoden (FOB).
Die Darmspiegelung ist zwar weiterhin der Goldstandard, jedoch nehmen nur ca. 2,8% der ca. 22 Millionen Menschen älter als 55 Jahre diese kostenlose Vorsorgedarmspiegelung auch tatsächlich in Anspruch. Das mag daran liegen, dass die Darmspiegelung allgemein als unangenehm empfunden wird. Als "das kleinere Übel" wird daher von vielen Medizinern ein jährlicher Test auf Blut im Stuhl empfohlen.
Doch diese Untersuchung ist nicht sehr genau. Lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% bis 30% wird ein vorhandener Darmkrebs auch wirklich erkannt. Es wird nur Darmkrebs entdeckt, der bereits blutet und sich meist in einem späteren Stadium befindet. Zur Erkennung von Darmpolypen eignet sich der Test nicht. Häufig kommt es zu falsch positiven Ergebnissen durch Hämorrhoiden oder andere Blutungen im Darm.



Dr. med. Elena Lechelt
Widumer Platz 42
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Dienstag, 13. Januar 2015

Wenn es weh tut, ist es zu spät

"Die Wirkung der Vorsorge ist von unschätzbarem Wert", betont Volkmar Schirmer, Leiter der Selbsthilfegruppe für Darmkrebserkrankte und Stomaträger. Denn Blut im Stuhl kann auf Hämorriden hinweisen - aber auch auf Darmkrebs.


Bad Salzungen - "Die Erkrankung hat mir gezeigt, wie wichtig Vorsorge ist", sagt Volkmar Schirmer. Schließlich spielt das Alter keine Rolle, denn auch junge Menschen können an Darmkrebs erkranken. Bei Krankheitsfällen in der Familie wird auch schon vor dem 50. Lebensjahr eine entsprechende Untersuchung von den Krankenkassen bezahlt. Besonders groß ist das Risiko zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.
Der Darmkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Tumoren.

 Er steht hierzulande an zweiter Stelle aller Krebserkrankungen, gleich nach Brust- und Prostatakrebs.

Die Diagnose Darmkrebs war für Volkmar Schirmer und seine Familie ein Schock, den es zu bewältigen galt. Es folgten Chemotherapie, Bestrahlung und Operation. Heute ist er Stomaträger und muss seinen Tagesablauf immer wieder neu gestalten. Der künstliche Darmausgang schränkt seine Aktivitäten ein, erlaubt aber dennoch eine Arbeit im Drei-Schicht-System. Dies wird ermöglicht durch große Unterstützung seines Arbeitgebers und seiner Familie.
Bei einem Gesundheitsforum zum Thema Darmkrebserkrankung und Stoma im Klinikum Bad Salzungen kam die Idee auf, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Hier übernahm das Klinikum die Initiative.

Die Selbsthilfegruppe gründete sich im Herbst 2012 und besteht derzeit aus 14 Mitgliedern. Die Gruppe trifft sich monatlich, um Erfahrungen auszutauschen, einander zuzuhören und mit der Situation besser umzugehen. Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum ist in einem Kooperationsvertrag festgehalten. Neben den monatlichen Treffen werden weitere Aktivitäten in gemeinsamer Abstimmung geplant und umgesetzt, zum Beispiel Kegelnachmittage, Wandern oder Weihnachtsfeiern. Einen festen Arbeitsplan gibt es nicht - die Themen werden gemeinsam festgelegt.
Für das gerade begonnene Jahr ist eine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Adipositas im Gespräch. Susanne Schaft, Leiterin der Selbsthilfegruppe Adipositas, und Volkmar Schirmer haben in einem gemeinsamen Treffen bereits verschiedene Möglichkeiten besprochen.

Zu den Treffen beider Gruppen sind Erkrankte, Angehörige und Interessierte willkommen.

Quelle: http://www.insuedthueringen.de/

Schwarzkümmelöl – ein Heilmittel gegen Darmkrebs?

Schon vor 2.000 Jahren wussten die Mediziner in Arabien, wie wertvoll Schwarzkümmelöl ist. Sie wussten, dass das Öl dieses Hahnenfußgewächses das Immunsystem stärkt, antibakteriell wirkt, Schlafstörungen beheben kann und den Blutdruck senkt. Dass Schwarzkümmelöl auch ein Krebskiller sein kann, das fanden allerdings erst die Mediziner der heutigen Zeit heraus.
Damals wie heute ist Schwarzkümmel ein echter Allrounder für die Gesundheit. In Mitteleuropa wächst der echte Schwarzkümmel als „Jungfrau im Grünen“ in vielen Gärten, im Orient wird er gemahlen und kommt, ähnlich wie Sesam, aufs Brot. Lange Zeit galt der Schwarzkümmel als reines Küchenkraut, erst ein Mediziner aus Österreich entdeckte Wirkstoffe im Schwarzkümmel, die besonders bei einer aggressiven Form des Darmkrebses sehr hilfreich sein können.