Landwirte im Emsland machen den MRSA-Test
Wie viele weitere Berufskollegen will Rainer Möhlenkamp (rechts) Bernd Terhalle dabei unterstützen zu beweisen, dass die Landwirte nicht die Hauptverursacher gefährlicher Infektionen durch Krankenhauskeime sind. Foto: Birgit Waterloh
Jetzt plant der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Hümmling (EZG) eine deutschlandweit bislang einmalige Aktion. Am Mittwoch kommender Woche sind die mehr als 500 Mitglieder der EZG dazu aufgerufen, sich im Rahmen der Mitgliederversammlung auf MRSA testen zu lassen. Die EZG erzielt mehr als 60 Prozent ihres Gesamtumsatzes aus dem Handel mit Schweinen. Das Einzugsgebiet liegt in einem Umkreis von fast 80 Kilometern um Lorup.Anstoß zum Keimtest gab eine Autorenlesung in Papenburg im vergangenen Dezember. Der dort vorgetragene Kriminalroman, in dem es auch um die Massentierhaltung und antibiotikaresistente Keime geht, entfachte im Publikum eine heftige Diskussion.Hermann-Josef Schomakers von der Anwohnerinitiative Nordhümmling argumentierte in einem „Rundumschlag“, wie Terhalle es formuliert, gegen die landwirtschaftliche Nutztierhaltung. Eine seiner Äußerungen schließlich brachte für Terhalle das Fass zum Überlaufen: Alle Bürger seien durch die Tierställe so mit MRSA belastet, dass sie nicht mehr im Krankenhaus behandelt würden.In einem spontanen Entschluss forderte Terhalle ihn zu einer Wette heraus. Er will mit dem nun anstehenden Test beweisen, dass die Landwirte nicht für die Ausbreitung der resistenten Keime verantwortlich sind. Den aktuellen Hype der Medien um diese Aktion hingegen hat Terhalle nicht beabsichtigt. Ursprünglich wollte er den Test im Stillen durchführen. Als ihm jedoch in der damaligen Diskussion von seinem Widersacher erneut Vorurteile entgegenschlugen – Schomakers erklärte sich zu der Wette bereit, „wenn die Landwirte nicht betrügen“ – nahm Terhalle dies zum Anlass, den Test und auch die 14 Tage später zu erwartenden Resultate öffentlich zu machen.Dass dieser Test keine wissenschaftliche Basis besitzt, sondern nur ein Schlaglicht auf den Zustand in der Region wirft, ist für Terhalle unerheblich: „Diesen Anspruch haben wir nicht, es geht uns um eine Bestandsaufnahme“, sagt er. Das Ergebnis soll aber mit offiziellen Daten verglichen werden. Terhalle, der mit seiner Aktion viel Zuspruch von den Landwirten erntet, will die Diskussionen um MRSA geraderücken. Bei positivem Befund soll auch eine genaue Typisierung erfolgen. Denn MRSA ist nicht gleich MRSA. (siehe Infobox)„Natürlich gehen wir davon aus, dass einige Betriebsleiter mit LA-MRSA befallen sind“, sagt Terhalle und ergänzt: „Dann wissen sie es wenigstens.“ Es geht ihm darum zu beweisen, dass die Landwirte nicht öfter von dem Krankenhauskeim HA-MRSA befallen sind, der für den Großteil der gefährlichen Infektionen verantwortlich ist.Sein Kontrahent Schomakers bemängelt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass seitens der Landwirtschaft Informationen bewusst zurückgehalten würden. Den Test der EZG begrüßt er: „Dies ist endlich mal ein Schritt in Richtung ihrer Gegner“, sagt er.Rainer Möhlenkamp aus Lorup, der Rinder und Schweine hält, ist beim Test auf jeden Fall dabei: „Ich finde es gut, dass wir in die Offensive gehen“, sagt der 36-Jährige.Die Kosten für den Test schätzt Terhalle auf etwa 2500 Euro. Die Teilnahme ist freiwillig. In einem Fragebogen werden die Art der Tierhaltung, auch Haustiere und eventuelle Krankenhausaufenthalte erfasst. Jeder Teilnehmer erhält sein Ergebnis auf Wunsch mitgeteilt. Die Daten werden anonymisiert weiterverarbeitet. Nach der Auswertung entscheidet sich, wer den Wetteinsatz von 500 Euro zahlen muss. Sollte Terhalle verlieren, will er den Betrag an die Caritas-Werkstatt in Börger spenden.Weitere Nachrichten aus der Samtgemeinde Werlte finden Sie unterwww.noz.de/werlte .
Patientenseminare, Vorträge - Informationsveranstaltungen Wir freuen uns, wenn Sie uns die wichtigen und bedeutenden regionalen Veranstaltungen in Ihrer Region (bitte ausschließlich per Mail an redaktion-sachbearbeitung@gmx.de) melden, die wir hier dann gerne präsentieren.
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Montag, 25. Mai 2015
Wetten daß: 500 Schweinebauern lassen sich am Mittwoch auf MRSA Keime testen
Presseschau - Für Sie gelesen:
Samstag, 23. Mai 2015
Video: Krebsvorsorge mit Hilfe von blinden Frauen
Krebsvorsorge mit Hilfe von blinden Frauen
Frank Hoffmann befähigt blinde Frauen, mit einer Tastuntersuchung die Brustkrebsvorsorge zu verbessern und schafft so ein neues Tätigkeitsfeld im präventiven Gesundheitssystem.
Frank Hoffmann befähigt blinde Frauen, mit einer Tastuntersuchung die Brustkrebsvorsorge zu verbessern und schafft so ein neues Tätigkeitsfeld im präventiven Gesundheitssystem.
Presseartikel:
discovering hands®: Innovative Wege bei der Brustkrebsvorsorge bei Frauen
In der westlichen Welt ist Brustkrebs die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr. Je fortgeschrittener die Erkrankung bei der Erstdiagnose ist, desto schlechter sind die Heilungschancen. Mit dem Ziel einer frühestmöglichen Diagnose geht das Projekt „discovering hands®“ neue Wege: Blinde Frauen, die aufgrund des fehlenden Gesichtssinns eine besonders ausgeprägte Tastfähigkeit entwickelt haben, bieten als Medizinische Tastuntersucherinnen in gynäkologischen Praxen eine spezielle Vorsorge-Untersuchung an.
Die Ergebnisse der Untersuchungen in den ärztlichen Praxen zeigen, dass das Auffinden von Veränderungen im Brustgewebe der MTU mindestens genauso gut, oft besser, gelingt als einem ausgebildeten Mediziner. Darüber hinaus wird die Untersuchung durch Medizinische Tastuntersucherinnen aufgrund der intensiven persönlichen und zeitlichen Zuwendung von den Patientinnen sehr positiv aufgenommen.
Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil hat als erste Krankenkasse die Kosten dieser besonderen Brustkrebsvorsorge übernommen. Bitte senden Sie uns die Rechnungen der Tastuntersuchung zu. Wir erstatten die Kosten in voller Höhe.
Hier finden Sie die Liste der teilnehmenden Frauenarztpraxen, die eine Medizinische Tastuntersucherin beschäftigt haben.
Seit dem 01.09.2013 kann das Leistungsangebot zur Krebsvorsorge „discovering hands®“ erstmals in einer gynäkologischen Praxis in Niedersachsen in Anspruch genommen werden.
Quelle / Volltext BkkMobil
Sonntag, 17. Mai 2015
30.5.2015 in Frankfurt: „17. Frankfurter Arzt-Patienten-Seminar: Aktuelle Möglichkeiten zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Ort: Frankfurt
„17. Frankfurter Arzt-Patienten-Seminar: Aktuelle Möglichkeiten zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)“
Agaplesion Markus Krankenhaus,
Aula (Haus F),
Wilhelm-Epstein-Str. 4,
Info-Tel.: 069/95 33 22 01
Veranstalter:
Dr .Falk Pharma GmbH
Leinenweberstr. 5
Postfach 6529
D-79041 Freiburg
Tel.-Nr.: 0761/1514-0
Fax-Nr.: 0761/1514-321
E-mail: zentrale[at]drfalkpharma.de
http://www.drfalkpharma.de/nc/patienten/arzt-patienten-seminare/
Weitere Termine:
Mitgeteilt von Dieter Peter Müller
Darmkrebs-Liga e.V.
„17. Frankfurter Arzt-Patienten-Seminar: Aktuelle Möglichkeiten zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)“
Agaplesion Markus Krankenhaus,
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Veranstalter:
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Mitgeteilt von Dieter Peter Müller
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