Mittwoch, 2. September 2015

Termin 5.11.2015 Heidelberg Thema: Stammzellen als Chance - Realität und Perspektiven

Öffentliche Podiumsdiskussion: Stammzellen als Chance - Realität und Perspektiven

Mittwoch, 05. November 2014
18:30 bis 20:00 Uhr, Einlass um 18:00 Uhr
Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Krebs und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer nehmen weltweit zu. Die Stammzellforschung weckt große Hoffnung bei Patienten: Doch wo steht sie wirklich? Bei der Therapie von Leukämien und Lymphomen gehört die Transplantation von Blutstammzellen zum erfolgreichen Behandlungsrepertoire. Für andere Erkrankungen dienen Stammzellen als Modell in der Kulturschale, sie sollen zu Ersatzgewebe herangezüchtet werden. Oder sie gelten gar als Ursache der Krankheit, wie etwa die Krebsstammzellen. In Kurzfilmen und im Gespräch erläutern drei renommierte Stammzellforscher anlässlich der zweiten Jahreskonferenz des Deutschen Stammzellnetzwerkes (GSCN) ihre aktuellen Projekte der Öffentlichkeit.
Professor Anthony D. Ho ist Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg. Seine Patientin, Corina A., hat dank einer Stammzelltransplantation ihre schwere Krebserkrankung überlebt. Welche Chancen und welche Gefahren mit einer solchen Therapie verbunden sind, darüber berichten Arzt und Patientin bei der abendlichen Veranstaltung.
Professor Andreas Trumpp, Präsident des Deutschen Stammzellnetzwerks, leitet die Abteilung Stammzellen und Krebs am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und ist gleichzeitig Geschäftsführer des Heidelberger Instituts für Stammzelltechnologie und Experimentelle Medizin (HI-STEM gGmbH). Sein Forschungsgebiet sind die Krebsstammzellen, die als Ursache für Krebs und Metastasen gelten und auch für das Wiederauftreten von Tumoren nach scheinbar erfolgreicher Therapie verantwortlich sind. Trumpp wird über seine Forschung berichten, die darauf abzielt, diese gefährlichen Zellen gezielt zu vernichten.
Professor Magdalena Götz ist Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie erforscht Krankheiten des Gehirns wie Alzheimer oder Parkinson, bei denen Nervenzellen verloren gehen. Ihr Ziel ist es, Stammzellen im Gehirn in Nervenzellen umzuwandeln, um den Verlust wieder auszugleichen.
Bei der Veranstaltung am Mittwoch Abend ab 18.30 Uhr im Deutschen Krebsforschungszentrum erklären die Wissenschaftler in Kurzfilmen und im Gespräch, wo ihre Forschung steht und welche Chancen sie für die Zukunft erwarten. Das Publikum ist ebenfalls aufgefordert, Fragen an die Wissenschaftler zu stellen. Im Anschluss bietet sich bei einem Imbiss die Gelegenheit zu Gesprächen.
Die Veranstaltung findet statt anlässlich der 2. Internationalen Jahreskonferenz des German Stem Cell Network (GSCN) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Schering Stiftung.

Termin 9.9.2015 Vortrag : "Operative Therapie bei Darmkrebs - was die moderne Chirurgie alles kann"

Klinik im Dialog, Thema: "Operative Therapie bei Darmkrebs - was die moderne Chirurgie alles kann"

Kurzbeschreibung:
Kostenlose Vortragsreihe des Klinikums Itzehoe
Thema: "Operative Therapie bei Darmkrebs - was die moderne Chirurgie alles kann"
Prof. Dr. med. Neipp
Wann?
Mittwoch, 09.09.2015
Uhrzeit:
18.30 - 20.00 Uhr
Wo genau?
Klinikum Itzehoe, Sitzungszimmer 4, 1. UG Folgen Sie bitte der Beschilderung ab dem Haupteingang., Robert-Koch-Str. 2, Itzehoe
Kategorie:
medizinische Vorträge

Langbeschreibung

Kostenlose Vortragsreihe des Klinikums Itzehoe für Patienten und Interessierte
Thema: "Operative Therapie bei Darmkrebs - was die moderne Chirurgie alles kann"
Prof. Dr. med. Michael Neipp, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie, Leiter des Darmzentrums
Ulrike Baade-Heinrich, Zentrumskoordinatorin des Darmzentrums

Darmkrebs wird häufig durch die Vorsorgespiegelung frühzeitig entdeckt. Dann kann die Erkrankung durch einen operativen Eingriff alleine geheilt werden. In unserem Darmzentrum werden modernste Operationsverfahren eingesetzt, um den Darmkrebs effektiv und möglichst schonend zu entfernen. Dabei werden immer mehr Eingriffe auch in minimal-invasiver Technik (sog. Schlüssellochchirurgie) durchgeführt. In diesem Vortrag wollen wir - für den medizinischen Laien verständlich - über die unterschiedlichen Operationsmethoden berichten.

Telefonische Anmeldung unbedingt erbeten.
Wenn Sie Ihre Anmeldung auf unseren Anrufbeantworter gesprochen haben, erfolgt kein Bestätigungsrückruf. Selbstverständlich informieren wir Sie, falls die Veranstaltung ausgebucht sein sollte. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Kontakt

Klinikum Itzehoe - Öffentlichkeitsarbeit 
Robert-Koch-Str. 2 
25524   Itzehoe 
Telefon:  04821 772-3110 oder 04821 772-3113 
E-Mail:  info@kh-itzehoe.de 
Homepage:  www.kh-itzehoe.de 


Heute 2.9.2015 : Vortrag Thema Blut im Stuhl


Hachenburg. Wer Blut im eigenen Stuhl entdeckt, sollte sich auf alle Fälle untersuchen lassen. Die Ursachen können von Hämorrhoiden bis Darmkrebs reichen. 80 Prozent der Ursachen sind ungefährlich. Trotzdem sollte man Blut im Stuhl immer ernst nehmen, den Kopf in den Sand zu stecken, hilft nicht.

Mit diesem Vortrag möchte Dr. Cornelia Seltmann, Fachärztin Chirurgie / Proktologie am Hachenburger Krankenhaus, über mögliche Ursachen, Untersuchungen und Behandlungen informieren, vor allem aber auch die Angst vor den Arztbesuchen und den notwendigen Untersuchungen nehmen.

Termin: 2. September
Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: VG-Verwaltung Hachenburg– Großer Sitzungssaal

Eintritt frei
Weitere Informationen unter 02662 / 85 22 04

http://www.drk-kh-hachenburg.de

Fachabteilung Chirurgie 

Dienstag, 1. September 2015

Ratgeber informiert über Brustkrebs beim Mann

Mamma Mia!

Ratgeber informiert über Brustkrebs beim Mann

NEU-ISENBURG. Um über den männlichen Brustkrebs zu informieren, hat die Redaktion des Brustkrebsmagazins "Mamma Mia!" das Thema in einem Ratgeber aufgegriffen. "Nicht nur in der Öffentlichkeit, auch in der medizinischen Forschung und Behandlung handelt es sich um eine ,vergessene‘ Erkrankung", meint Peter Jurmeister, Vorsitzender des Netzwerks Männer mit Brustkrebs.
Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland wird auf 500 geschätzt. Unwissenheit "sowohl in der Bevölkerung als auch in der Fachwelt" führe häufig dazu, dass der Krebs bei der Diagnose weit fortgeschritten sei, so "Mamma Mia!" in einer Mitteilung.

Der Ratgeber "Brustkrebs beim Mann" kann per E-Mail bestellt werden:aboservice@mammamia-online.de

Donnerstag, 27. August 2015

Termin 5.09.2015 Patientencafé des Eichsfeld Klinikums Reifenstein : "Notfälle im Kindesalter"

"Notfälle im Kindesalter" Thema beim Patientencafé in Heiligenstadt


Heiligenstadt (Eichsfeld). Was tun, wenn ein Kind gestürzt ist, einen Fieberkrampf bekommt oder nach einem Wespenstich allergisch reagiert? Im Patientencafé des Eichsfeld Klinikums Reifenstein steht am Samstag, 5. September, um 14 Uhr, im Lehrsaal des Krankenhauses, das Thema "Notfälle im Kindesalter" im Mittelpunkt.
Dr. Oliver Möller, Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin im Eichsfeld Klinikum, wird den Teilnehmern des Patientencafés wichtige Handlungsanleitungen bei kindlichen Notfällen geben. Auch für die Beantwortung individueller Fragen der Teilnehmer wird der Experte zu Verfügung stehen.

Termin 29.08.2015 Worbis : Schlaganfall-Alltagsmedizin-Demenz

Interessante Themen beim Patientenforum im Worbiser Krankenhaus

Worbis (Eichsfeld). Das Eichsfeld-Klinikum lädt am 29. August von 14 bis 16.30 Uhr zum 3. Eichsfelder Patientenforum in das Haus "St. Elisabeth" nach Worbis ein. Wie in den Veranstaltungen der vergangenen Jahre erwartet die Besucher ein interessantes Programm.
Die Vortragsreihe beginnt um 14 Uhr mit dem Thema "Schlaganfall", es referiert Ursula Oelke, Leiterin der Stroke-Unit (Schlaganfalleinheit) am Eichsfeld-Klinikum.
Anschließend spricht Assistenzarzt Christian Deller aus dem MVZ Leinefelde zu Besonderheiten der Altersmedizin. Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten bei Demenz erläutert der Pflegewissenschaftler Dietmar Wiederhold. Anschließend stehen die Referenten für die Fragen der Besucher zur Verfügung.
Unter der Überschrift "Demografischer Wandel im Eichsfeld Konsequenzen für die Medizin im Eichsfeld-Klinikum" setzt sich das Eichsfeld-Klinikum nach eigenen Angaben mit den medizinischen Anforderungen auseinander, die sich durch eine älter werdende Bevölkerung und durch die Abwanderung von Fachkräften ergeben. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Klaus Schild werden beim Patientenforum am kommenden Samstag Aspekte zu den Themen Schlaganfall, Altersmedizin und Demenz erläutert.
Alle interessierten Gäste aus dem Eichsfeld und Umgebung sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin 2.9.2015 Duisburg Rheinhausen : Das Leben mit Morbus Crohn

Das Leben mit Morbus Crohn


Experten laden Betroffene und Angehörige zum ersten Duisburger Patientenseminar ins Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen ein. Mitgründer des Johanniter Magen-Darm-Zentrums, Dr. Alexander Meyer, konnte unter anderem den renommierten Prof. Dr. Andreas Stallmach aus Jena für die Rheinhauser Veranstaltung am Mittwoch, 2. September, gewinnen.

CED – mit diesen drei Buchstaben wissen Betroffene und Fachkreisverwandte, was gemeint ist. Das Kürzel steht für „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen“. Die häufigsten und bekanntesten unter ihnen sind die Krankheitstypen „Morbus Crohn“ und „Colitis Ulcerosa“. Zwar wurde bereits im Jahre 1932 erstmals die Definition dieser Krankheit in New York veröffentlicht, jedoch ist bis heute keine Heilung möglich. Dafür mehr Chancen, die Schubintervalle hinauszuzögern, entsprechend längere gute Lebensphasen zu schaffen.

Das Leben mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa ist ein stetiger Weg unter Berücksichtigung ganz vielfältiger Aspekte. Am 2. September findet von 17 bis 20 Uhr das erste Patientenseminar in Duisburg statt. „Wir möchten betroffenen Menschen und Angehörigen, falls noch nicht geschehen, alle möglichen Kontakttüren öffnen. Gemeint sind spezialisierte Fachärzte, Sozialarbeiter, Ernährungsberater aber auch Selbsthilfeangebote und andere Spezialisierte. Das Krankheitsbild ist enorm komplex und die Bedürfnisse und Fragestellungen sind in jedem Einzelfall ganz unterschiedlich. Daher freuen wir uns auch besonderes darüber, Vertreter der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung an dem Tag vorstellen zu dürfen“, so Chefarzt Dr. Alexander Meyer. Das Programm sieht zwei parallel stattfindende Angebote vor: Im Ohletz-Saal finden zehn Kurzvorträge zu allen wichtigen Aspekten rund um das Leben mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa statt. Im benachbarten Behlau-Saal werden diverse Infostände und Kontaktpoints unter anderem von „Duisburg gegen Darmkrebs e.V.“ und der Deutschen ILCO angeboten. Alle Referenten stehen nach ihren Vorträgen den Besuchern und Patienten für die Beantwortung ihrer Fragen zur Verfügung. Detaillierte Infos zum Programm gibt es unter www.johanniter-rheinhausen.de. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Quelle / Volltext  www.derwesten.de

Mittwoch, 26. August 2015

Ärzte-Rap gegen Klinik-Keime Breakdance im Operationssaal

Israel

 Ärzte-Rap gegen Klinik-Keime Breakdance im Operationssaal: Ärzte einer Klinik in Jerusalem trommeln musikalisch gegen Klinikkeime und landen bei Youtube einen Volltreffer.



TEL AVIV. Im Kampf gegen gefährliche Krankenhaus-Keime ist eine Klinik in Jerusalem kreativ geworden: Mit einem Rap fordert das tanzende Personal zur Einhaltung einfacher Hygieneregeln auf. Eine grün gekleidete Mitarbeiterin des Shaare Zedek Medical Center spielt in dem Video den durch den Haupteingang eindringenden Erreger.
"Man kann es mit Desinfektionsmittel angreifen", singt einer der Ärzte, der den Erreger bekämpft. "20 Sekunden Hände waschen und ein trauriger Patient weniger", heißt es in dem hebräischen Text.
"Wir vertreiben die Keime aus den Abteilungen", singt das Krankenhauspersonal, während es die Arme über dem Kopf schwingt.
Zum Abschluss vollführt ein Mann mit Arztkittel einen professionellen Breakdance im Operationssaal, während ein Patient auf dem Behandlungstisch liegt.
Binnen gut einer Woche wurde der Clip auf YouTube tausende Male angeklickt. Der Text ist zwar auf Hebräisch, die Botschaft wird aber auch ohne Sprachkenntnisse vermittelt. In dem renommierten 550-Betten-Hospital in Jerusalem werden jedes Jahr 250.000 Patienten behandelt und jeden Monat 1000 Babys neu geboren.
Vor fünf Jahren hatten Forscher des Krankenhauses weiße Kittel von Ärzten und Krankenschwestern der Klinik untersucht und bei 60 Prozent dieser Uniformen potenziell gefährliche Keime identifiziert.
Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime. Die Kernbotschaft der Forscher des Shaare Zedek Medical Center damals: Ob eine Ansteckung über den Weg der Schutzkleidung erfolgt, hängt in hohem Maß von den hygienischen Bedingungen eines Spitals ab.





Der Songtext im Wortlaut

Anfang des Videos: Eine als Bakterie verkleidete und auch auf ihrem Namensschild als solche ausgewiesene Frau läuft durch einen Sicherheitsscanner.
1.) Professor Yechiel Schlesinger, Abteilung für Infektionskrankheiten, Kinderabteilung
Das ist die Bakterie, winzig, winzig klein, so aal-aalglatt
Sie versteckt sich in der Luft, sieht daher aus wie Staub 
Sie ist nicht normal, ist radikal und hat ein kriminelles Hirn.
Bekämpfen lässt sie sich mit anti-bakteriellem Stoff.
2.) Dr. Jonathan Stanley, Abteilung für Gynäkologie
Ich wusste nicht, dass diese Sache wirklich so wichtig ist. 
Einmal waschen – 20 Sekunden – und ein trauriger Patient weniger.
Wenn ich es auf die leichte Schulter nahm, so ergebe ich mich jetzt.
Und wasche meine Hände und versenke die Bakterien damit im Wasser.
3.) Puah Kopit: Schwester in der Epidemiologie
Ich bin der Bakterienkiller Nr. 1 in der Abteilung.
Bei meinem Anblick verwandeln sich Bakterien in Pilze.
Ich bin die Böse hier – tödlich wie ein Melanom
Ich töte Bakterien – von Tel Aviv bis Oklahoma
Invasiv wie `ne Lumbalpunktion, so schnell wie ein EKG;
Legt sich eine Bakterie mit mir an, schieße ich gleich los.
Keiner geht von hier ohne desinfizierte Hände; 
wenn Du schon dachtest, Du bist davon gekommen, dann wirst Du’s jetzt erleben.
Refrain:
Packen wir’s an und beginnen die Mission;
Lasst uns die Bakterien aus der Abteilung verjagen.
Haltet die Hände unters Wasser,
und gebt noch Seife dazu und außerdem noch ... [... Symbol des Desinfektionsmittels]
4.) Liora Bar - Abteilung Infektionskrankheiten
Wie ein Wachhund lauf ich hier in der Nacht herum,
Denn es gibt Bakterien, die unerkannt Infektionen verbreiten, 
und jeder ist ein Ziel, doch ich passe auf.
und wenn Du Dich mit Liora anlegst - dann solltest Du Dich besser fürchten.
5.) Sigal Aschkenasi, Intensivstation: verkleidet als Bakterie auf der Bühne
Jetzt Still: Die Bakterie ist auf der Bühne; 
so böse, dass der Patient eine Beatmungsgerät braucht,
Explodiert wie Lionel Messi und schwirrt wie eine Drohne.
Ich spring hier alle an und fürchte auch nicht die Security.
Man überträgt mich von Hand zu Hand, 
von Hand zu Hand, ich bin hier nicht allein,
ich hab tausende von Freunde, ein richtiger Aufmarsch,
Wenn wir hier Survival spielen, dann hab ich viele Rückzugsgebiete.
Nicht einmal Antibiotika bringen mich nicht zum Sterben.
6.) Professor Yechiel Schlesinger auf der Bühne
Bis hier bist Du gekommen, aber jetzt ist es vorbei.
Schluss mit dem Nichtstun, bevor es zu spät ist.
Also hört, Freude, es liegt in unseren Händen.
Also lasst sie uns jetzt reinigen, und dann haben wir die Geschichte hinter uns.
Refrain: (siehe oben)
Abschlusseinblendung:
Denken sie daran!
Handhygiene ist eine notwendige Bedingung zur Verhinderung von Infektionen. Unser aller Gesundheit liegt in unseren Händen!

Ärzte einer Klinik in Jerusalem trommeln musikalisch gegen Klinikkeime und landen bei Youtube einen Volltreffer.

Israel

 Ärzte-Rap gegen Klinik-Keime Breakdance im Operationssaal: Ärzte einer Klinik in Jerusalem trommeln musikalisch gegen Klinikkeime und landen bei Youtube einen Volltreffer.



TEL AVIV. Im Kampf gegen gefährliche Krankenhaus-Keime ist eine Klinik in Jerusalem kreativ geworden: Mit einem Rap fordert das tanzende Personal zur Einhaltung einfacher Hygieneregeln auf. Eine grün gekleidete Mitarbeiterin des Shaare Zedek Medical Center spielt in dem Video den durch den Haupteingang eindringenden Erreger.
"Man kann es mit Desinfektionsmittel angreifen", singt einer der Ärzte, der den Erreger bekämpft. "20 Sekunden Hände waschen und ein trauriger Patient weniger", heißt es in dem hebräischen Text.
"Wir vertreiben die Keime aus den Abteilungen", singt das Krankenhauspersonal, während es die Arme über dem Kopf schwingt.
Zum Abschluss vollführt ein Mann mit Arztkittel einen professionellen Breakdance im Operationssaal, während ein Patient auf dem Behandlungstisch liegt.
Binnen gut einer Woche wurde der Clip auf YouTube tausende Male angeklickt. Der Text ist zwar auf Hebräisch, die Botschaft wird aber auch ohne Sprachkenntnisse vermittelt. In dem renommierten 550-Betten-Hospital in Jerusalem werden jedes Jahr 250.000 Patienten behandelt und jeden Monat 1000 Babys neu geboren.
Vor fünf Jahren hatten Forscher des Krankenhauses weiße Kittel von Ärzten und Krankenschwestern der Klinik untersucht und bei 60 Prozent dieser Uniformen potenziell gefährliche Keime identifiziert.
Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime. Die Kernbotschaft der Forscher des Shaare Zedek Medical Center damals: Ob eine Ansteckung über den Weg der Schutzkleidung erfolgt, hängt in hohem Maß von den hygienischen Bedingungen eines Spitals ab.





Der Songtext im Wortlaut

Anfang des Videos: Eine als Bakterie verkleidete und auch auf ihrem Namensschild als solche ausgewiesene Frau läuft durch einen Sicherheitsscanner.
1.) Professor Yechiel Schlesinger, Abteilung für Infektionskrankheiten, Kinderabteilung
Das ist die Bakterie, winzig, winzig klein, so aal-aalglatt
Sie versteckt sich in der Luft, sieht daher aus wie Staub 
Sie ist nicht normal, ist radikal und hat ein kriminelles Hirn.
Bekämpfen lässt sie sich mit anti-bakteriellem Stoff.
2.) Dr. Jonathan Stanley, Abteilung für Gynäkologie
Ich wusste nicht, dass diese Sache wirklich so wichtig ist. 
Einmal waschen – 20 Sekunden – und ein trauriger Patient weniger.
Wenn ich es auf die leichte Schulter nahm, so ergebe ich mich jetzt.
Und wasche meine Hände und versenke die Bakterien damit im Wasser.
3.) Puah Kopit: Schwester in der Epidemiologie
Ich bin der Bakterienkiller Nr. 1 in der Abteilung.
Bei meinem Anblick verwandeln sich Bakterien in Pilze.
Ich bin die Böse hier – tödlich wie ein Melanom
Ich töte Bakterien – von Tel Aviv bis Oklahoma
Invasiv wie `ne Lumbalpunktion, so schnell wie ein EKG;
Legt sich eine Bakterie mit mir an, schieße ich gleich los.
Keiner geht von hier ohne desinfizierte Hände; 
wenn Du schon dachtest, Du bist davon gekommen, dann wirst Du’s jetzt erleben.
Refrain:
Packen wir’s an und beginnen die Mission;
Lasst uns die Bakterien aus der Abteilung verjagen.
Haltet die Hände unters Wasser,
und gebt noch Seife dazu und außerdem noch ... [... Symbol des Desinfektionsmittels]
4.) Liora Bar - Abteilung Infektionskrankheiten
Wie ein Wachhund lauf ich hier in der Nacht herum,
Denn es gibt Bakterien, die unerkannt Infektionen verbreiten, 
und jeder ist ein Ziel, doch ich passe auf.
und wenn Du Dich mit Liora anlegst - dann solltest Du Dich besser fürchten.
5.) Sigal Aschkenasi, Intensivstation: verkleidet als Bakterie auf der Bühne
Jetzt Still: Die Bakterie ist auf der Bühne; 
so böse, dass der Patient eine Beatmungsgerät braucht,
Explodiert wie Lionel Messi und schwirrt wie eine Drohne.
Ich spring hier alle an und fürchte auch nicht die Security.
Man überträgt mich von Hand zu Hand, 
von Hand zu Hand, ich bin hier nicht allein,
ich hab tausende von Freunde, ein richtiger Aufmarsch,
Wenn wir hier Survival spielen, dann hab ich viele Rückzugsgebiete.
Nicht einmal Antibiotika bringen mich nicht zum Sterben.
6.) Professor Yechiel Schlesinger auf der Bühne
Bis hier bist Du gekommen, aber jetzt ist es vorbei.
Schluss mit dem Nichtstun, bevor es zu spät ist.
Also hört, Freude, es liegt in unseren Händen.
Also lasst sie uns jetzt reinigen, und dann haben wir die Geschichte hinter uns.
Refrain: (siehe oben)
Abschlusseinblendung:
Denken sie daran!
Handhygiene ist eine notwendige Bedingung zur Verhinderung von Infektionen. Unser aller Gesundheit liegt in unseren Händen!

Donnerstag, 20. August 2015

Termin 2.9.2015 Gastro Sprechstunde

Termin:02.09.2015
Veranstaltung:
Gastro-Sprechstunde
Patienten fragen - Ärzte antworten

Rat und Auskunft nicht nur für Gastro-Liga Mitglieder. Magen-Darm-Spezialisten beantworten in der Gastro-Sprechstunde von 18:00-20:00 Uhr Fragen rund um die Verdauung, die Verdauungsorgane und deren Krankheiten.

Hinweise:
Telefon-Nr. der Gastro-Sprechstunde: 0641/9 74 81 20.

Eine Veranstaltung der Gastro-Liga e.V.

Dienstag, 18. August 2015

Neuer Infofilm zur Krebstherapie mit Medikamenten

Krebshilfe

Infofilm zur Krebstherapie mit Medikamenten

BONN. Die Deutsche Krebshilfe hat ihre Reihe "Die blaue DVD" um den Patienten-Informationsfilm "Medikamentöse Krebstherapien" erweitert. 

Darin erklären Experten die einzelnen Therapiestrategien - Chemotherapie, Antikörpertherapie sowie Antihormontherapie.


Sie beantworten unter anderem Fragen nach dem Therapieablauf, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie man diese unter Kontrolle bekommt, teilt die Deutsche Krebshilfe mit.


Außerdem berichten Betroffene von ihrem Leben mit der Krebserkrankung und von ihren Erfahrungen mit medikamentösen Krebstherapien.


Der Film kann telefonisch angefordert werden unter: Telefonnummer 02 28 / 7 29 90-0 oder auch online unter www.krebshilfe.de

Chemo schadet eher

Krebs im Endstadium

Chemo schadet eher

Bei Krebskranken im Endstadium sollte auf eine Chemotherapie verzichtet werden, finden US-Onkologen. Ihre Studie hat ergeben: Die Chemo schadet dieser Personengruppe mehr als dass sie nützt.

NEW YORK. Vielen Krebspatienten im Endstadium wird trotz fehlender Evidenz noch eine Chemotherapie angeboten.
Sie soll das Überleben verlängern und die Lebensqualität verbessern. Doch immer wieder werden Zweifel laut, ob das Betroffenen tatsächlich hilft.
Wie eine Chemotherapie die Lebensqualität von Krebspatienten mit unterschiedlicher körperlicher Verfassung in der letzten Lebenswoche beeinflusst, haben daher Dr. Holly Prigerson und ihre Kollegen vom New York Presbyterian Hospital untersucht (JAMA Oncol 2015; online 23. Juli).
In die Kohortenstudie wurden von September 2002 bis Februar 2008 insgesamt 661 Krebspatienten im Endstadium mit einem Durchschnittsalter von 58,6 Jahren eingeschlossen. 58 Prozent der Probanden starben noch in der Beobachtungszeit von durchschnittlich 3,8 Monaten.
51 Prozent der Patienten mit fortschreitender metastasierender Erkrankung erhielten eine Chemotherapie, und zwar besonders solche mit gutem physischen Zustand (ECOG-Score 1,6 vs. 2,0). Nach dem Tod eines Patienten wurde das Pflegepersonal zu dessen Lebensqualität in der letzten Lebenswoche befragt.

Kein Einfluss auf Sterberisiko

Bei Patienten mit ECOG-Score-Werten von 2 oder 3 Punkten zu Studienbeginn brachte die Chemotherapie eine Woche vor dem Tod keine Vorteile für die Lebensqualität.
War der physische Zustand dagegen noch gut (ECOG 1), verschlechterte sich der Zustand durch die Chemotherapien signifikant (Odds Ratio, OR 0,35). Auf das Sterberisiko hatte die Chemotherapie keinen erkennbaren Einfluss.
Das Fazit der Autoren: Die ASCO-Leitlinien empfehlen zwar, bei Patienten mit metastasierenden Karzinomen im Endstadium noch eine palliative Chemotherapie zu erwägen.
Den Studienergebnissen zufolge stelle sich dabei aber eher die die Frage, wem eine solche Therapie am meisten schade, so Prigerson und Kollegen.
Denn gerade diejenigen, die körperlich noch am fittesten seien, erlitten durch die Chemotherapie den stärksten Einbruch ihrer Lebensqualität. Insgesamt, so die Autoren, scheine eine Chemotherapie Patienten mit metastasierenden Karzinomen im Endstadium eher zu schaden als zu nützen.

Keine aktive onkologische Behandlung mehr, wenn der Tod naht

Dr. Charles Blanke und Dr. Erik Fromme von der Oregon Health and Science University in Portland betonen in einem begleitenden Kommentar, dass Therapie und Hoffnung nicht gleichgesetzt werden dürften (JAMA Oncology 2015, online 23. Juli).
Die letzten sechs Monate eines Lebens sollten nicht mit weitgehend ineffektiven Therapien und deren Nebenwirkungen verbracht werden.
Werde der Tod eines Krebspatienten innerhalb des folgenden halben Jahres erwartet, sollte keine aktive onkologische Behandlung mehr durchgeführt werden, so die Onkologen.
Bestehe dennoch ein triftiger Grund hierfür, sollte das Gespräch über Prognose, Ziele, Ängste sowie tragfähige Kompromisse, das mit dem Patienten und seiner Familie geführt wurde, dokumentiert werden.
Ziel, so Blanke und Fromme, sei letztlich eine gute Entscheidung, mit der insbesondere in den letzten Lebenswochen das Leiden nicht weiter verstärkt werde.

Quelle / Volltext: aerztezeitung

Freitag, 14. August 2015

Presseschau:  Für Sie gelesen: 

KrebsforschungDarmtumore aus der Petrischale

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Europa, etwa die Hälfte der Patienten stirbt daran. Wie hoch die Überlebenschancen im Einzelfall sind, hängt davon ab, ob der Tumor rechtzeitig entdeckt wird und ob schnell die passende Therapie eingeleitet wird. Um schneller zu wissen, was dem Patienten hilft, haben Forscher aus Utrecht nun Darmtumore gezüchtet.
Von Magdalena Schmude
Eine Besucherin steht am 27.03.2013 in einem acht Meter langen begehbaren Darm-Modell im Foyer des Geraer SRH Waldklinikums. Hier beantworten Ärzte Fragen zum Thema Darmkrebs und seine Vorstufen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Darmkrebsmonats März statt. (picture alliance / dpa / Bodo Schackow)
Ein begehbares Darm-Modell in einem Krankenhaus in Gera: Um Darmkrebs besser therapieren zu können, züchten Forscher künstliche Tumore. (picture alliance / dpa / Bodo Schackow)

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Prostatakrebs Die schleichende Gefahr für den Mann
Kurz und kritisch Der gesunde Umgang mit der Krankheit
Krebstherapie Kranke Zellen sichtbar machen
Teilchentherapie Schnelle Teilchen gegen Krebs
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"Diese hier stammen von einem Tumor würde ich sagen, sie sind sehr dicht gewachsen, mit dicken Wänden und wenig Hohlraum im Inneren der Organoide. Wenn die Organoide von gesundem Gewebe stammen, gibt es Platz im Inneren, aber diese hier kommen von einem Tumor und wachsen als kompakte Strukturen."
Hans Clevers zeigt auf die kleinen Zellklumpen, die in einer Petrischale unter dem Mikroskop wachsen. Die Organoide sind ein bis zwei Millimeter groß und auch mit dem bloßen Auge gut zu erkennen. Sie sind aus einzelnen Tumorzellen eines Darmkrebs-Patienten entstanden. Hans Clevers und sein Team am Hubrecht Institut in Utrecht haben eine Technik entwickelt, um die Zellen im Labor am Leben zu erhalten. Unter den richtigen Bedingungen wachsen sie immer weiter und bilden so ein Mini-Modell des jeweiligen Tumors. Die Organoide könnten helfen, für jeden Darmkrebs-Patienten die wirksamste Behandlung zu finden.
"Die Schwierigkeit bei der Behandlung von Krebs ist, dass nur jeder dritte Patient wirklich von einem bestimmten Medikament profitiert. Wir konnten nur bisher nicht vorhersagen, welcher Patient das sein wird. Jetzt können wir das zum ersten Mal testen, indem wir Organoide aus dem Tumor eines Patienten züchten und diese dann mit zehn oder hundert oder tausend verschiedenen Wirkstoffen behandeln und beobachten, welche die Tumor-Zellen töten."
Bisher war es nicht möglich, die Wirkung eines Medikaments auf einen einzelnen Tumor im Vorfeld zu testen weil die Zellen nach einer Entnahme schnell absterben. Mit der Methode der Utrechter Wissenschaftler hat sich das geändert.
Zuverlässigere Vorhersagen über die Krankheit
Wichtig für die Zuverlässigkeit des Tests ist außerdem, dass die Tumor-Organoide in Aufbau und Zellzusammensetzung dem Tumor im Körper des jeweiligen Patienten entsprechen und deshalb sehr ähnlich reagieren, wenn sie mit einem Wirkstoff behandelt werden. Hans Clevers weiß, dass auch die direkte Umgebung des Tumors im Körper seine Reaktion auf ein Medikament beeinflusst. Ein Umstand, der in der Forschung oft ignoriert wird.
"Gewebe sind dreidimensional und auch Tumore sind dreidimensional. Sie wachsen nicht flach auf Plastik, sondern haben Kontakt zum Bindegewebe, zu Kollagen und anderen Molekülen. Unsere Technik hat den Vorteil, dass wir die Situation im Körper simulieren, indem wir auch diese anderen Faktoren dazugeben und die Zellen in eine dreidimensionale Struktur wachsen lassen. Wir kommen so den Bedingungen sehr nah, die im Körper herrschen."
Das soll die Vorhersagen noch zuverlässiger machen. Wie zuverlässig testen die Forscher zur Zeit. Sie behandeln die Organoide auf die gleiche Weise, wie der jeweilige Patient in der Klinik behandelt wird und vergleichen anschließend die Ergebnisse. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler zuerst die Therapie am Organoid testen und dann die Ärzte beraten, welches Medikament dem Patienten am ehesten hilft.
Langfristig sollen solche Vorversuche dann komplett überflüssig werden. Hans Clevers und sein Team untersuchen auch, welche Gen-Veränderungen die Tumorzellen aufweisen. Wenn bekannt ist, welche Mutation einen Tumor sensitiv oder resistent gegenüber einem bestimmten Medikament macht, könnte das die Zuordnung der passenden Therapie noch einfacher machen.
"Wir glauben, dass es eine Art Code gibt. Er wird vermutlich sehr komplex und schwer zu finden sein, aber wenn wir mit unserer Technik genug Organoide getestet haben, können wir einen Tumor hoffentlich auf Basis seiner DNA-Veränderungen einer Gruppe zuordnen und wissen dann, ob er auf ein Medikament reagiert oder nicht. Dann müssten wir keine Organoide mehr wachsen lassen, sondern nur wissen, welche Mutationen ein Tumor aufweist."
Bis die nötige Menge an Daten gesammelt ist, werden die Wissenschaftler noch Tausende Organoide testen müssen. Doch Hans Clevers ist zuversichtlich, dass sie am Ende die Behandlung von Darmkrebspatienten entscheidend verbessern werden.

Quelle: Deutschlandfunk  

Termin 24.09.2015 in Brunsbüttel: „Darmkrebs – Fortschritt in Vorbeugung und Behandlung“

Mit „Darmkrebs – Fortschritt in Vorbeugung und Behandlung“ referiert Prof. Dr. Thomas Hermann am 24. September. Der Onkologe gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet und ist seit 1. Juli gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Sixtus Keck Chefarzt am Heider Westküstenklinikum.

Veranstaltungsort: 
Galerie Rusch an der Schulstraße in Brunsbüttel.
Beginn:
19.30 Uhr 

Infos: www.wattopedia.de

Montag, 10. August 2015

Lässt sich die Darmaktivität positiv beeinflussen ?


In der Internetwerbung tauchen immer mehr Anbieter, unter anderem auch aus den Niederlanden auf, auf, die sogenannte Präbiotika Kapseln anbieten, wobei eine Monatspackung schnell einmal 70 Euro kosten soll, wobei dem Kunden das Angebot dadurch schmackhaft gemacht wird, dass man ihm beim Kauf eines für 6 Monate reichenden Vorrates den Monatspreis auf z.B. 39 EURO rabattiert. 

Was ist dran an den vollmundigen Erklärungen der Anbieter ? 

Wie sicher sind die angeblich gesicherten Erkenntnisse derartiger Anbieter ? 

Einige Antworten dazu finden wir bei Wikipedia: 

Präbiotika (auch Prebiotika) sind „Nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, die ihren Wirt günstig beeinflussen, indem sie das Wachstum und/oder die Aktivität einer oder mehrerer Bakterienarten im Dickdarm gezielt anregen und somit die Gesundheit des Wirts verbessern“ (Gibson und Roberfroid, 1995)[1].
Präbiotika gehören neben Probiotika zu den häufigsten Lebensmittelzusätzen. Die meisten potentiellen Präbiotika sind Kohlenhydrate, aber die Definition schließt nicht aus, dass auch Nicht-Kohlenhydrate als Präbiotika verwendet werden können. Sie stellen eine selektive Nahrungsgrundlage für Darmbakterien-Arten wieLaktobazillen und Bifidobakterien dar und können auf diese Weise gezielt die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen. So können sich potentiellMikroorganismen mit einem gesundheitsfördernden Einfluss für den Menschen im Dickdarm anhäufen.
Für die Di-, Oligo- und Polysaccharide Inulin, Lactulose, Lactitol, Raffinose, Stachyose sowie weitere Fructane und Oligofructose wurden präbiotische Eigenschaften untersucht und nachgewiesen.[2]
In Chicorée, Schwarzwurzeln, Topinambur und vielen anderen wenig oder gar nicht verarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln sind Präbiotika natürlich vorhanden. Industriell können Präbiotika aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen hergestellt werden. Inulin und Oligofructose werden vorwiegend aus der Wurzelzichorie (Chicorée) gewonnen. Andere anerkannte Präbiotika wie Lactulose oder Galactooligosaccharide (GOS) werden hingegen aus Lactose (Milchzucker) hergestellt bzw. aus Milch isoliert[3].

Quelle: Wikipedia

In der Behandlung von Clostridium difficile-Darminfektionen (antibiotikaassoziierte Kolitis) sowie anderen bakteriell bedingten Darmentzündungen wird seit einigen Jahren mit großem Erfolg die fäkale Bakterien-Therapie (umgangssprachlich Stuhltransplantation) angewendet. Dabei wird Stuhl eines gesunden Spenders in physiologischer Kochsalzlösung aufgelöst, gereinigt und entweder über ein Klistier in den Dickdarm oder über eine nasogastrische Sonde in den Magen des Empfängers gebracht.

Quelle: Wikipedia